Rente

Frankreich ist das Land, wo man am längsten in Rente lebt. Das gesetzliche Rentenalter beträgt 63 Jahre. Nach Untersuchungen der OECD lebt man in Frankreich über 27,2 Jahre in Rente. Das sind 5 Jahre länger als in anderen OECD Ländern. Dies ist vor allem bedingt durch die höhere Lebenserwartung in Frankreich: plus 7 Jahre für Männer wie Frauen.

Festtage zum Jahresende – Festmenüs in Paris

Sie wünschen die Festtage in Paris zu verbringen? Dann sollten Sie die sehr gefeierten Sylvester-Veranstaltungen nicht versäumen. Darf es auch ein kleines Festessen sein? In diesem Fall empfiehlt sich eine Vorbestellung im wohl weltweit besten Restaurant „Plaza Athénée“, falls dies noch möglich ist. Vorschlag: „Menu dégustation“ zum Preis von 1.200 € pro Person ohne Wein, 1.500 € mit Wein. Andere exklusive Vorschläge für die Festtage finden Sie anbei:

Französische Schlagzeilen – Bernard TAPIE

Bernard TAPIE, der Ex-Patron von Adidas, sorgt mal wieder für Schlagzeilen in der französischen Presse und Gesellschaft. In einem verlorenen Berufungsverfahren wurde er jetzt dazu verurteilt, die erhalten 405 Mio. Euro an den Vater Staat zurück zu bezahlen, die er in einem ersten Prozessverfahren gegen den „Crédit Lyonnais“ mit Genehmigung der seinerzeitigen Finanzministerin LAGARDE und Präsident SARKOZY  erhalten hat. Um dem Gerichtsvollzieher zu entgehen und seine Vermögenswerte wenigstens kurzfristig vor der Pfändung zu schützen, hat er sich einige Tage vor Urteilsverkündung gerichtlich über seine Anwälte für insolvent erklärt.

Steuern

Frankreich ist und bleibt Champion der Steuererhebungen und Sozialabgaben.

Unter allen Industrieländern ist Frankreich das zweithöchste Land mit 45,2% des BIP nach Dänemark mit 50,9%. Der Durchschnittsatz der steuerlichen Erhebungen der Industrieländer beträgt 34,4%.

Immobilien

Frankreich hat wieder erfolgreich einen Teil seines Immobilienvermögens verkaufen können. Im Jahr 2015 sind für den Verkauf von Schlössern, Kasernen, Palästen, etc.  insgesamt über 500 Mio. Euro in die Staatskassen geflossen.

Arbeitslosigkeit

Frankreich hat im dritten Trimester die höchste Arbeitslosenquote seit 1997 erreicht: 10,2 % der aktiven Bevölkerung befindet sich ohne Arbeit. Vor allem die Jugendlichen sind hiervon am meisten betroffen. Während sich bei den Frauen eine leichte Verbesserung eingestellt hat: 9,7% (- 0,1% zum Vorjahr) gegenüber insgesamt 10,8% für die Männer (+ 0,6% seit Vorjahr).

Pariser Attentate

Die Attentate in Paris und Saint-Denis vom 13.11. haben für die weihnachtlichen Verhaltensweisen der Konsumenten noch weitreichend verheerende Auswirkungen. Noch am Wochenende des 3. Advents sind die Umsätze im allgemeinen zwischen 30 und 50%  gesunken, in den großen Kaufhäusern wie „Le Printemps“ oder „Galeries Lafayettes“ um über 35 % gegenüber dem Vorjahr. Die Boutiquen der großen Avenues und Boulevards sind entfremdend leer. Paris ist nach New York die zweitgrößte Stadt der Welt für Luxusartikel. Darüber hinaus bleiben die ansonsten so kauflustigen Touristen wie Amerikaner, vor allem aber Chinesen der französischen Hauptstadt Paris fern.

Die Fluggesellschaften Air France und KLM haben seit den Attentaten über 50 Mio. Euro verloren. Stornierungen von Flügen, Abbuchungen und Umbuchungen im Cargo-Bereich  sind noch zusätzlich entstanden.

Insgesamt könnten laut Aussage der Justizministerin Christiane TAUBIRA die Entschädigungen für die Opfer der Attentate an die 300 Mio. Euro kosten.

Frankreichs Export von „foie gras“

Japan als erster und wichtigster Importeur will nicht mehr die französische „foie gras“, Gänseleberpastete, einführen. Dem französischen Geflügel, das von einer besonderen Grippekrankheit „H5N1“ betroffen ist, wurde die Einfuhr von insgesamt 8 Staaten verboten.

Französische Regionalwahlen

Mit dem Endergebnis der dieses Mal sehr bedeutenden Regionalwahlen haben die Franzosen mal wieder ihren hochkarätigen politischen Verstand bewiesen. Wurde im ersten Wahlgang die „FN – Front national – Rechtsextreme politische Partei“ mit 28 % erfolgreich gewählt, hauptsächlich um den Regierungsparteien bekannt zu geben, dass man mit ihrer Politik mehr als unzufrieden ist, wurde der FN im zweiten, entscheidenden Wahlgang die Mehrheit verwehrt. Keine Region konnte letztendlich erobert werden, obgleich man sehr aussichtsreich in 3 Regionen vorne lag. Das sehr demokratische Verhalten ohne politische Hintergedanken der Sozialistischen Partei um François Hollande hat den Republikanern um Nicolas Sarkozy geholfen, die regionalen Mehrheiten zu erlangen. Trotzdem, die FN hat auch im zweiten Wahlgang nochmals 800.000 Wähler zusätzlich gewonnen (auf insgesamt 6,8 Mio.) und ihre regionalen Parlamentssitze mit 358 Versandten mehr als verdreifacht (2010 : 118). Die FN darf deshalb trotz allem als der Wahlsieger gesehen werden, mit wesentlich höherer Oppositionskraft und –macht als allgemein politisch gewünscht.

Islamischer Staat

Kleiner, aber sehr feiner politischer und kultureller Unterschied: Frankreich erklärt der IS, dem Islamischen Staat, der keiner ist, den Krieg und bombardiert deren strategische Stellungen ohne Soldaten-Entsendung. Deutschland erklärt sich als Freund von Frankreich und entscheidet, 1.200 Soldaten in das syrische Krisengebiet zu entsenden. Bis man dann nachdenkt und wiederum entscheidet, keine Soldaten in ein Kriegsgebiet zu delegieren. Die deutsche politische Voreingenommenheit geht soweit zu beurteilen und glaubhaft zu machen, dass der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ deutschen Waffenschutz benötige, als ob sie darum gebeten worden wäre. Es gibt wohl nicht viele Völker auf dieser Erde, die sich politisch wie militärisch so profilieren wollen.

Die französischen Kampfflugzeuge führen ihre Mission „Chammal“ der Bombardierungen gegen den „Islamischen Staat IS“ vor allem im Irak und Syrien durch. Insgesamt haben die „Rafale“ und „Mirage 2000“ – Flugzeuge bis zum 23.11. über 680 Bomben geworfen. Zum 03.12. gab es 2.500 Militärflüge, 321 bombardierte Ziele und 580 zerstörte IS-Basen. Jetzt ist den Franzosen die Munition ausgegangen und sie haben sich im Eilverfahren bei den Amerikanern eingekauft, gesteuerte Bomben des Typs GBU.