Arbeitsvertrag gut verhandeln

Zwar setzt das Gesetz Schranken, aber formularmäßig vorformulierte Arbeitsverträge nutzen die rechtlichen Möglichkeiten meist zugunsten des Arbeitgebers aus. So kann zwar ein gesetzlicher Mindesturlaub nicht unterschritten, aber die Vergütung von Überstunden durchaus ausgeschlossen werden. Die Prüfung des Arbeitsvertrages durch einen Fachanwalt lohnt sich bei gut dotierten Positionen.

Hilfe bei Ärger mit dem Chef

Arbeitsrecht betrifft jeden, der im Erwerbsleben steht oder auf der Suche nach einer Stelle ist. Wer sich erst damit beschäftigt, wenn es Probleme im Arbeitsverhältnis gibt, handelt zu spät, denn dann sind die Spielregeln im Arbeitsvertrag bereits festgezurrt – und das oft zuungunsten des Arbeitnehmers.

Überstunden, Urlaub und Gehalt

Arbeitszeit und Entgelt sind neben der Kündigung die häufigsten Streitpunkte zwischen Mitarbeiter und Chef. Gut, wenn es einen Betriebsrat gibt, der die Interessen der Arbeitnehmer vertritt. Wesentliche Informationen sind auf der Website anwaltarbeitsrecht.com übersichtlich zusammengefasst und stehen auch als E-Book zum kostenlosen Download bereit. Hier erfährt man wichtige arbeitsrechtliche Regelungen vorab und geht gut gerüstet in ein Gespräch.

Kündigung und Aufhebungsvertrag unterscheiden

Existenziell wichtig ist eine Beratung im Arbeitsrecht, wenn die Kündigung droht. Betriebsänderung oder Betriebsübergang bedeuten oft Rationalisierung und Wegfall von Arbeitsplätzen. Aber darf der Arbeitgeber überhaupt betriebsbedingt kündigen? Hier sind Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zu beachten. Ist eine Kündigung nicht möglich, bietet der Arbeitgeber möglicherweise das freiwillige Ausscheiden gegen Abfindung oder über ein spezielles Modell für ältere Arbeitnehmer an. Die Auswirkungen auf Steuer und Sozialversicherung, zum Beispiel Arbeitslosengeld und spätere Rentenansprüche, sind vom Laien kaum zu durchschauen und sollten vor einer übereilten Unterschrift von Experten geklärt werden.

Begrenzte Arbeitsverträge in Frankreich

Zeitlich begrenzte Arbeitsverträge dürfen im Normalfall die wöchentliche Arbeitszeit von 24 Stunden nicht überschreiten. Das Arbeitsverhältnis muss schriftlich in einem Vertrag zwischen den Sozialpartnern fixiert werden. Vereinbarungen über gleitende Arbeitszeiten sind machbar wie auch die Möglichkeit, Überstunden zu leisten. Diese dürfen jedoch die Gesamtarbeitszeit von max. 35 Stunden/Woche nicht erreichen und in der Regel 1/10 der vereinbarten Arbeitszeit nicht überschreiten. Überstunden werden mit zusätzlichen 10% ab der ersten Stunde und mit 25% ab der dritten Arbeitsstunde vergütet.

Arbeitslosenentwicklung in Frankreich

In ihrem Oktoberbericht beschreibt die INSEE (Nationales Institut für Erhebung von Wirtschaftsparametern) eine für die Gewerkschaften unangenehme Arbeitslosenentwicklung. Der positive Aufwärtstrend der aktiven Bevölkerung wird von den Senioren getragen. Zwischen 2005 und 2014 ist die Zahl der Arbeitstätigen zwischen 50 und 64 Jahren um 1,6 Millionen gestiegen (Differenz zwischen den aktiven über 50-jährigen und den in die Rente gegangenen Senioren). Der prozentuale Anteil dieser berufstätigen Senioren ist somit im gleichen Jahrzehnt von 56,5 % auf 63,1 % gestiegen, bei den 55 bis 64-jährigen zwischen 2010 und 2014 sogar von 39,7 % auf 47 %.

Umgestaltung des französischen Arbeitsrechts

Der « Code de Travail », das französische Arbeitsgesetzbuch, in 1910 erstmals erarbeitet, umfasst heutzutage mehr als 1200 Paragraphen und über 3.000 Seiten. Selbst spezialisierte Experten verlieren hierbei ihr Latein. Hinzu fügt sich ein wesentliches Merkmal in der mentalen Auffassung zum Gesetz zwischen Frankreich und Deutschland. In der Bundesrepublik werden Gesetze angewandt, unabhängig von Umständen, Gepflogenheiten und Moral, im Hexagon werden sie interpretiert, teilweise je nach Gegebenheiten ignoriert. Zumal es sich bei den Richtern und Schöffen um nicht juristisch ausgebildete Fachkräfte handelt!

Vorrangig werden die Aufrechterhaltung der 35-Stundenwoche wie auch die mangelnde Flexibilität der Arbeitszeit unabhängig von Wirtschaftssektoren und Betriebsauslastung für die unzureichende Wettbewerbsfähigkeit angeprangert.