Energie

AREVA ist ein Musterbeispiel für das Versagen des Staates als Aktionär. Noch vor 30 Jahren die industrielle Perle der gesamten französischen Wirtschaft, ist AREVA (früher FRAMATOME) heute ein finanziell schwerwiegender Sanierungsfall, ein industrielles und finanzielles Fiasko für den Steuerzahler geworden. Eine erste Rekapitalisierung des Herstellers von Nuklearzentralen von über 5 Mrd Euro hat bereits stattgefunden, ein bescheidenes Minimum, um die Kosten der Restrukturierung der Aktivitäten und der weltweiten Schadensersatzforderungen von Kunden zu bedienen. Man könnte meinen, dass der französische Staat und seine Verantwortlichen sich immer noch nicht bewusst sind, dass man das Managen von Unternehmen den Managern überlassen sollte, aus zwangsgetriebenen Sanierungszwängen mit Milliardengräbern von Crédit Lyonnais, Dexia, Air France oder der Post hat man anscheinend noch nichts gelernt.